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Basiswissen: Aspekte zu Bauweise und Tonvorrat

Gleichtönig, wechseltönig, chromatisch und diatonisch sind Begriffe, mit denen man sich zwangsläufig auseinandersetzen muss, will man die Geschichte des Akkordeons und seiner ihm verwandten Instrumente verstehen. Sie beschreiben zum einen konstruktionsbedingte Merkmale, zum anderen den Tonvorrat, der auf dem Instrument zur Verfügung steht. Oftmals werden die Begriffe diatonisch und wechseltönig synonym gebraucht – obwohl sie unterschiedliche Aspekte beleuchten.

gleichtönig – wechseltönig – hybrid

Als gleichtönig (unisonor) bezeichnet man ein Instrument, das unabhängig von der Balgrichtung den gleichen Ton beim Drücken einer einzigen Taste bzw. eines einzigen Knopfes erzeugt. Das Akkordeon in seinen Ausführungen Einzelton­akkordeon und Standardbassakkordeon ist gleichtönig.

Als wechseltönig (bisonor) bezeichnet man ein Instrument, das bei wechselnder Balgrichtung beim Drücken einer Taste bzw. eines Knopfes unterschiedliche Töne erzeugt. Wechseltönige Handbalginstrumente kommen in der Volksmusik zum Einsatz und sind meist diatonisch.

Hybride Handbalginstrumente sind entweder auf der Diskant- oder der Bassseite gleichtönig und zugleich auf der anderen Seite wechseltönig.

chromatisch – diatonisch

Chromatische Handbalginstrumente sind nicht an bestimmte Tonleitern gebunden, sondern stellen pro Oktave alle zwölf Töne gleichberechtigt zur Verfügung. Jedes Musikstück lässt sich in allen Tonarten spielen. Das ist beim Einzeltonakkordeon und beim Standardbassakkordeon der Fall, aber auch beim Bandonion.

Diatonische Handbalginstrumente haben einen begrenzten Tonvorrat. Sie verfügen nur über die Töne bestimmter Tonleitern (wie z.B. C-Dur, G-Dur) und nicht über alle chromatischen Töne einer Oktave. Ein Musikstück lässt sich daher nur in den vorgegebenen Tonarten spielen. Diatonisch sind z.B. die Steirische Harmonika und die Deutsche Konzertina. Oft sind diese Instrumente gleichzeitig wechseltönig.

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